In den letzten Monaten des Jahres 2024 und zu Beginn des Jahres 2025 steht die Lokalisierungsbranche vor bedeutenden Veränderungen, die durch Fortschritte in den Bereichen KI-Lokalisierung, Veränderungen in den Globalisierungsstrategien und der steigenden Nachfrage nach personalisierten Inhalten sowie anderen wichtigen Trends angetrieben werden.
Hier sind die wichtigsten Trends, die es zu beobachten gilt:
1. KI und Hyperautomatisierung
KI spielt weiterhin eine zentrale Rolle bei der Transformation des Lokalisierungsprozesses. In den kommenden Monaten wird Hyperautomatisierung zur Norm in Lokalisierungs-Workflows werden, wobei fortschrittliche KI-Tools Aufgaben rationalisieren, die traditionell arbeitsintensiv waren.
Die Genauigkeit von KI-Übersetzungen nimmt stetig zu, während gleichzeitig der Zeitaufwand für die Lokalisierung von Inhalten sinkt. Außerdem werden Echtzeitübersetzungen dadurch Realität. Durch die Integration neuronaler und generativer KI-Modelle können Unternehmen mehr Inhalte schneller bearbeiten, was sowohl die Effizienz als auch die Skalierbarkeit erhöht.
Im Jahr 2025 wird jedoch ein stärkerer Fokus auf der Kombination von Automatisierung und menschlichem Fachwissen liegen. Unternehmen können zunächst KI einsetzen, um die Bearbeitungszeit und Qualität von Übersetzungen zu verbessern. Anschließend erfolgt eine menschliche Überarbeitung durch Fach- und Sprachexperten. Diese stellen sicher, dass die lokalisierten Inhalte den kulturellen Unterschieden und sprachlichen Feinheiten entsprechen und den höchsten Qualitätsstandards genügen.
Dies gilt insbesondere für Branchen wie die Medienbranche, in denen idiomatische Ausdrücke und der Tonfall von entscheidender Bedeutung sind.
2. Neudefinition der Erfolgskennzahlen für die Lokalisierung
Da Lokalisierung immer stärker mit Geschäftsstrategien verflochten ist, entwickelt sich auch die Art und Weise, wie wir Erfolg messen, weiter. Anstatt uns ausschließlich auf das Volumen der fertiggestellten Übersetzungen zu konzentrieren, werden 2025 qualitative Kennzahlen im Vordergrund stehen, die die Benutzererfahrung und das Engagement betonen. Unternehmen achten zunehmend darauf, wie lokalisierte Inhalte die Kundenbindung, das Markenwachstum und den Umsatz fördern.
KI-gestützte Analysen treiben diesen Wandel voran und bieten tiefere Einblicke in das Kundenverhalten in verschiedenen Märkten. Unternehmen können nun die Wirksamkeit übersetzter Inhalte messen, indem sie das Engagement, die Kundenbindungsrate und die allgemeine Kundenzufriedenheit analysieren.
Unternehmen können auch Berichte nutzen, die von Übersetzungsplattformen zur Verfügung gestellt werden. Diese helfen Unternehmen dabei, sicherzustellen, dass ihre Lokalisierungsstrategie hinsichtlich verbesserter Qualität, kürzerer Bearbeitungszeiten und Kosteneinsparungen auf dem richtigen Weg ist.
3. KI-Synchronisation: Die Transformation der globalen Bereitstellung von Inhalten
KI-Videosynchronisation gewinnt als unverzichtbares Werkzeug für globale Unternehmen und Medienplattformen rasch an Bedeutung. Laut dem Bericht von Slator für 2024 legen mittlerweile 25 % der Unternehmen Wert auf KI-Synchronisation und nutzen dabei die Fortschritte in den Bereichen Sprach-KI und Sprach-zu-Text-Technologie. Diese Technologie ermöglicht es Unternehmen, auf einfache Weise mehrsprachige Versionen von Videoinhalten zu erstellen, was globale Schulungen, Engagement und Barrierefreiheit erleichtert.
KI-Synchronisation wird auch von Streaming-Plattformen und Rundfunkanstalten eingesetzt, um Nachrichten und Sportinterviews zu synchronisieren, ein breiteres Publikum zu erreichen und die Zuschauerbindung zu verbessern. Da KI-Synchronisation immer effizienter und kostengünstiger wird, bietet sie globalen Unternehmen die Möglichkeit, die Reichweite ihrer Inhalte zu vergrößern und eine konsistente mehrsprachige Kommunikation sicherzustellen.
4. Künstliche Intelligenz und kulturelle Nuancen: Transkreation und der Aufstieg des „Imagineering“ in der Lokalisierung
Transkreation – die kreative Anpassung von Inhalten für lokale Märkte – wird immer wichtiger, da Marken eine tiefere Verbindung zu ihrem globalen Publikum aufbauen möchten. Die Nachfrage nach kulturell relevanteren und emotional ansprechenden Inhalten wird bis 2025 weiter steigen, da Marken erkennen, wie wichtig es ist, nicht nur Wörter zu übersetzen, sondern auch die Absicht und emotionale Wirkung der ursprünglichen Botschaft zu bewahren.
Die Einbindung des Konzepts „Imagineering” in die Lokalisierung, das Fantasie und Technik miteinander verbindet, ist ein wichtiger Trend. Diese Praxis wird die Grenzen des Möglichen erweitern, insbesondere mit der Unterstützung von Generative AI (GenAI), die beim Brainstorming kreativer Inhalte helfen kann, die weltweit Anklang finden. Unternehmen, die GenAI einsetzen, können bis zu 40 % Einsparungen bei den Nicht-Arbeitsausgaben und eine Verzehnfachung des Volumens der generierten Inhalte erzielen.
5. Design für integratives Engagement: Ein globales Publikum erreichen
Das Design für inklusives Engagement ist entscheidend, um sicherzustellen, dass sich unterschiedliche Bevölkerungsgruppen mit einer Marke verbunden fühlen. Laut Deloitte haben 26 % der Regierungschefs weltweit Tools zur Verarbeitung natürlicher Sprache eingesetzt, beispielsweise Chatbots für die digitale Kommunikation und Interaktion.
Inklusives Engagement umfasst das Verständnis der digitalen Kluft und die Gestaltung von Inhalten, die für Nutzer mit unterschiedlichen Fähigkeiten, Sprachen und technologischen Zugängen zugänglich sind. Marken können tiefere Beziehungen aufbauen, indem sie Plattformen wie Chatbots und Community-Dialoge integrieren. Diese stellen sicher, dass alle Nutzer, einschließlich marginalisierter Gruppen, problemlos mit ihren Diensten interagieren können.
6. Trends in der Produktlokalisierung: Globale Nutzerforschung unter Verwendung von Erkenntnissen aus fortschrittlicher Datenanalyse
Traditionelle Methoden der Nutzerforschung werden zunehmend durch fortschrittlichere, datengestützte Ansätze ersetzt.
Mit dem Aufkommen digitaler Plattformen und Echtzeitanalysen können Unternehmen nun detaillierte Erkenntnisse über Nutzer in verschiedenen Regionen sammeln. Auf diese Weise erhalten sie ein differenzierteres Verständnis der lokalen Präferenzen und Verhaltensweisen.
75 % der Produktteams planen, ihre Forschungsbemühungen auszuweiten, was die wachsende Bedeutung datengestützter Erkenntnisse für die Produktentwicklung unterstreicht.
Marken können digitale Tools wie Crowdsourcing und Echtzeit-Nutzerfeedback nutzen, um ihre Angebote kontinuierlich anzupassen. Durch diese Verlagerung hin zu personalisierter, datengestützter Forschung können Unternehmen den sich wandelnden Verbraucheranforderungen immer einen Schritt voraus sein. Außerdem können sie relevantere Produkte und Dienstleistungen anbieten.
7. Das Zeitalter der Personalisierung und Lokalisierungsintegration
Lokalisierung ist kein eigenständiger Prozess mehr, sondern wird zunehmend in umfassendere Geschäftsfunktionen wie Content-Erstellung und Marketing integriert. Unternehmen stimmen ihre Lokalisierungsstrategien nun auf ihre Personalisierungsbemühungen ab und passen Inhalte an bestimmte Kundensegmente in verschiedenen Regionen an. Dieser Trend zur personalisierten Lokalisierung wird sich weiter verstärken und es Unternehmen ermöglichen, engere Beziehungen zu ihrem globalen Kundenstamm aufzubauen.
Laut Boston Consulting Group nähern sich die Grenzkosten für die Erstellung und Verbreitung hochwertiger Inhalte mit Gen AI fast Null, wodurch die Personalisierung in großem Maßstab zum neuen Standard wird.
Im Jahr 2025 ist mit einer verstärkten Zusammenarbeit zwischen Lokalisierungsteams und Marketingabteilungen zu rechnen, da die Verbesserung der Benutzererfahrung in den Mittelpunkt rückt. Dazu müssen Silos abgebaut und sichergestellt werden, dass lokalisierte Inhalte nicht nur sprachlich korrekt sind, sondern auch mit der allgemeinen Markenbotschaft übereinstimmen.
8. LLMs und ihr tieferes Verständnis des Kontexts
Große Sprachmodelle (LLMs) entwickeln sich über das reine Aneinanderreihen von Wörtern hinaus und entwickeln ein internes Verständnis für sprachliche Bedeutung und Kontext. Diese Entwicklung wird ihre Rolle in der Lokalisierung bis 2025 erheblich stärken. Mit der weiteren Verbesserung der LLMs werden sie in der Lage sein, kulturelle Nuancen und sprachliche Feinheiten effektiver zu erfassen.
Dieses tiefere Verständnis wird zu ... führen.
bessere Lokalisierung von Inhalten
Minimierung von Fehlern
Reduzierung des Bedarfs an menschlichem Eingreifen bei einfacheren Aufgaben
Bis Anfang 2025 werden LLMs eine bedeutendere Rolle bei der Erstellung kulturell sensibler und kontextbezogener Übersetzungen spielen, sodass Unternehmen ihre Lokalisierungsbemühungen ausweiten und gleichzeitig hohe Qualitätsstandards aufrechterhalten können.
9. Trends in der Web-Lokalisierung: Progressive Web Apps (PWAs) und globale Lokalisierungssynergien
Da Unternehmen ihre Online-Präsenz weltweit ausbauen, werden Progressive Web Apps (PWAs) für die Verbesserung der lokalisierten Benutzererfahrung immer wichtiger. PWAs bieten schnellere Ladezeiten, Offline-Funktionalität und verbesserte mobile Zugänglichkeit, wodurch sie sich ideal für Regionen mit unterschiedlichen Internetgeschwindigkeiten und Gerätetypen eignen.
Durch die Integration von PWAs mit KI-Übersetzungstools können Unternehmen Inhalte effizient anpassen und so kulturell relevante und barrierefreie Erlebnisse für ein globales Publikum gewährleisten. Diese Kombination aus Lokalisierung und modernsten Webtechnologien wird auch bis 2025 die globalen Webentwicklungsstrategien prägen.
10. Weiterqualifizierung und Umschulung für globale Mitarbeiter mit KI-Lerninhalten
Globale Unternehmen müssen sich mit rasanten technologischen Fortschritten und sich wandelnden Marktanforderungen auseinandersetzen. Daher haben viele ihren Fokus auf die Weiterqualifizierung und Umschulung ihrer Belegschaft verlagert.
Im Jahr 2024 ist der Aufstieg von kompetenzbasierten Organisationen ein wichtiger Trend, bei dem die Ausrichtung der Mitarbeiterentwicklung auf die Unternehmensziele im Vordergrund steht. KI-gestützte Lerntools, wie beispielsweise ein KI-Tool zur Erstellung von Lerninhalten, ermöglichen es Unternehmen, personalisierte Lernerfahrungen für globale Teams zu schaffen. Auf diese Weise können Unternehmen sicherstellen, dass Mitarbeiter in verschiedenen Regionen die erforderlichen Kompetenzen entwickeln.
Seien Sie der Zeit voraus – noch vor 2025
Mit dem Herannahen des Jahres 2025 steht die Lokalisierungsbranche vor einer Phase rascher Innovationen. Von Hyperautomatisierung und einer tieferen Integration von KI bis hin zu personalisierteren und wirkungsvolleren Lokalisierungsmaßnahmen – die Trends, die die Zukunft der Branche prägen, versprechen sowohl Effizienzsteigerungen als auch mehr Kreativität. Unternehmen, die sich diese Trends zu eigen machen, werden gut positioniert sein, um in einem zunehmend globalisierten Markt erfolgreich zu sein.
Abonniere unseren Newsletter




